Benimm,KochKUNST,LebensKUNST,Übersinnliches

Samstag, 10. Dezember 2016

Advents-Kalender,,,11. Dezember,,, Mutters Weihnachtsbäckerei


Es war immer etwas Besonders, Plätzchen backen mit meiner Mutter. Meine Mutter mochte es, glaub ich, nicht wirklich! 
Unseren roten Wangen sah man an, der Blutdruck stieg, bei mir aus Vorfreude bei meiner Mutter aus der Ahnung was auf sie zu kam.
Auf dem großen Küchentisch standen alle Zutaten, in meiner Schürze fühlte ich mich wie in einem Ballkleid, die Schürze ging bis auf die Erde. 
Es ging los, ich musste warten bis meine Mutter den Teig angerührt hatte und dann kam mein Part. 
Ausrollen, naja war mehr ein Hauen, mir fehlten wohl ein bisschen mehr Muskeln. 
Mit Mutters Hilfe hatten wir dann einen großen Teigfladen. 
Der alte Eichentisch genoss noch lange den Teig in seinen Ritzen. 
Und Schokostreusel oder Liebesperlen waren wie Glatteis auf dem Boden.
3 Ausstechförmchen standen zur Auswahl, meine waren und bleiben bis heute Sterne.
(schon damals der Hang zur Astrologie) 

Ausgestochen, aufs Blech und in den Ofen, weg war ich, und meine liebe  Mutter bewachte die Kekse und backte weiter und weiter. 
Sie suchte die Dekoration vom Boden, rührte Zuckerguss an, welcher auch sehr hartnäckig auf den Möbeln klebte und führte leise Gespräche mit sich selbst und sang die herrlichen Weihnachtslieder.
Heute würde ich ihre Flüche spüren, aber als Kind ist man einfach resistent, ungewolltem Tun gegenüber. 

Mein Vater saß gemütlich im Sessel und verlangte die ersten Kekse, ich saß wie ein Mehlgeist neben ihm und verbrannte mir beim Probieren jedesmal den Mund.    

Die anderen Kekse wurden für Weihnachten aufbewahrt, wo, wusste nur das Christkind.

Als ich dann in ähnlicher Situation mit eigenem Kind und eingeladenen Nachbar Kindern war, wiederholte sich die Geschichte.
Nur wurde das Backen mit Kindern leichter und lustiger für mich, ich genoss ein Fläschen Champus und siehe da, ich animierte die Kinder zum Spielen und mit schwerer Zunge sagte ich,,,,ich räume schon auf. 
Oh, du nebulöse Weihnachtsbäckerei.   
Die Kinder grüßen heute noch sehr freundlich. 

Gern genieße ich zwischendurch Weihnachtsplätzchen in einem Cafe,,,
am liebsten bei meinem Kaffeelatier Jakupi.


Aber ich weiß, machst du etwas mit Leidenschaft, macht es Spaß ohne Ende,,,mit oder ohne Champus.(HW)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen